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Freibäder | Kleines Bad ganz weit vorn

Freibad in KorbMartin Tschepe

Albert Heinrich hat alles generalstabsmäßig geplant. Der Vorsitzende des Korber Bädlesvereins steht am Beckenrand des kleinen Freibads mitten in dem rund 10.000 Einwohner zählenden Orts bei Stuttgart. Er strahlt mit der Sonne um die Wette und sagt: „Wir sind bereit.“ Schon vor vielen Wochen habe er die Chloranlage warten lassen und Chlor bestellt. Damals – zu Beginn der Coronakrise – hätten ihn viele Leute ob dieser Aktivitäten nur milde belächelt. Noch bis vor ein paar Tagen war in Baden-Württemberg überhaupt nicht klar, wann und unter welchen Bedingungen die Freibäder überhaupt eröffnen dürfen. Der rüstige Rentner Albert Heinrich ist ein gnadenloser Optimist. Er und seine Mitstreiter haben voll auf die Karte „Eröffnung so bald wie möglich“ gesetzt.

Das kleine Freibad in Korb
Martin Tschepe Noch ist das Becken für die Öffentlichkeit gesperrt. Doch in wenigen Tagen soll es los gehen.

Vorfahrt für Vereinsmitglieder

Das Wasser in dem 25-Meter-Becken hat gut 20 Grad Celsius. Der Rasen ist akkurat gemäht. Die Liegestühle stehen vorschriftsmäßig mit einem Abstand von 1,50 Metern aufgereiht. Ein paar Vereinsmitglieder kommen bereits seit voriger Woche zum Kraulen, für Klubmitglieder ist das zulässig. Und ich bin selten so froh gewesen, dass ich Mitglied bin. Wer Glück hat, schwimmt in dem schmucken kleinen Freibad zurzeit noch ganz allein. Nach vielen Wochen Training im Neckar, in den Seen im Schwäbischen Wald und einem Schwimmausflug nach Sylt fühlt sich das Kraulen in diesem Bad in Korb, das vor 80 Jahren gebaut worden ist, an wie ein Lottogewinn. Ich habe ein Foto auf Facebook gepostet und ein Leser schrieb darunter: „Ist das Dein Privatpool?“

Das Bad wird seit zehn Jahren vom Korber Bädlesverein betrieben, die Gemeinde hatte das Bad schließen wollen. Seit zehn Jahren werkeln Albert Heinrich und seine Mitstreiter am Becken und an allem drum herum. Das Bad sieht jetzt aus als gehörte es zu einem Luxushotel, das es in Korb freilich gar nicht gibt. Nach zwei flotten Kilometern steige ich aus dem Pool und marschiere schnurstracks zu dem alten Kirschbaum auf der Liegewiese, der zentnerweise Früchte trägt. Was für ein Schmaus nach dem kurzen Training. Keine Frage, ich komme bald wieder. Und wieder und wieder und wieder.

Das kleine Freibad in Korb
Martin Tschepe Komisches Gefühl zurück im Schwimmbad nach monatelanger Pause.

Der Freibadbetrieb für die Allgemeinheit soll in Korb an diesem Samstag, 6. Juni, beginnen. Das ist laut der neuen Corona-Verordnung des Landes der frühest mögliche Termin. Das Korber Bädle dürfte landesweit eins der ersten Freibäder sein, das öffnet. Es bleibt abzuwarten, ob ein Run auf das keine Freibad einsetzt. Die meisten Städte und Gemeinden sind vom Sinneswandel der grün-schwarzen Landesregierung eiskalt erwischt worden. Bis vor kurzem hieß es noch, vor Mitte Juni sei eine Eröffnung der Bäder keinesfalls möglich. Manche Kritiker indes sagen, die Kommunen hätten sich besser auf den Tag X vorbereiten müssen. Die Freibäder in Fellbach und in Schorndorf zum Beispiel dürften frühesten Mitte Juni aufmachen, so die Auskunft der Betreiber. Eine Sprecherin der Stadt Backnang erklärt auf Anfrage: „Die Corona-Zeit wurde genutzt um alle vorbereitenden Maßnahmen, zum Beispiel die Reinigung der Becken, durchzuführen.“ Es sei noch unklar, wie lange es dauere, alle Vorschriften umzusetzen.

Onlinetickets? “Machen wir nicht”

Der Murrhardter Schultes Armin Mößner sagt, die Stadt sollte auch bewerten, welchen Aufwand man betreiben müsse und klären, ob dieser „im Verhältnis zum Nutzen bei einem eher kleineren Bad“ steht. Manche Freibäder im Ländle werden in diesem Jahr womöglich gar nicht geöffnet. Albert Heinrich sagt, er wolle die Öffnung pragmatisch angehen. Eintrittskarten online buchen, so wie es viele Freibäder in NRW praktizieren? „Machen wir nicht.“ Laut Corona-Verordnung dürften rund 400 Leute ins Korber Freibads. Heinrich will aber maximal 250 rein lassen – und ins Wasser zeitgleich höchstens 40 statt der erlaubten 78 Schwimmer. Wenn die Kapazitätsgrenze erreicht sei, dann werde er die Leute vor dem Kassenhäuschen bitten in einer Stunde wieder zu kommen – und sogleich ein paar Badegäste, die schon länger da sind, freundlich auffordern demnächst bitte heim zu gehen.

Das kleine Freibad in Korb
Martin Tschepe Wer einen Mitgliedsausweis hat, ist zurzeit doppelt froh.

Hoffentlich geht dieser etwas kühne Plan auf. Und eins sei auch klar: Vereinsmitglieder hätten mitunter Vorrang, sagt Albert Heinrich. Die Eintrittspreise würden nicht angehoben, eine Dauerkarte für Erwachsene zum Beispiel kostet nach wie vor 40 Euro. Gut möglich, dass der Verein demnächst deutlich mehr Mitglieder zählt.

Dieser Artikel erschien zuerst in der Stuttgarter Zeitung.

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Offene Freibäder, geschlossene Hallen | Die aktuelle Situation in den 16 Bundesländern

Shooting im Freibad Marienhöhespomedis

Die deutsche Schwimmlandschaft ähnelt derzeit dem berühmten Flickenteppich. Da die Öffnung der Bäder in den Händen der Länder liegt, entscheidet jede Region für sich, ob und welche Bäder geöffnet werden. Den Anfang machte Sachsen, wo bereits seit fast zwei Wochen wieder unter freiem Himmel im Wasser trainiert werden kann – natürlich gelten dabei strenge Auflagen hinsichtlich Hygiene und Abstand. Kurz darauf öffnete auch Nord-Rhein-Westfalen seine Freibäder. Inzwischen haben fast alle Länder die Freibäder entweder geöffnet oder einen baldigen Termin dafür angekündigt. Demnächst soll es auch in den Schwimmhallen wieder losgehen. Lediglich im Saarland und in Schleswig-Holstein wurde noch nichts entschieden.

Die folgende Tabelle zeigt den aktuellen Stand in den 16 deutschen Bundesländern sortiert von Nord nach Süd am 28. Mai 2020. Wir versuchen, die Liste zeitnah zu aktualisieren, sobald neue Maßnahmen bekannt gegeben werden. Die Deeplinks in der Tabelle führen auf die jeweiligen Maßnahmen-Webseiten der Landesregierungen.

Bundesland Aktuelle Regelung Infos
Schleswig-Holstein Der Betrieb von Schwimm, Frei- und Spaßbädern ist untersagt, weil „diese Einrichtungen zwingend die Nutzung von Gemeinschaftsräumen wie zum Beispiel Umkleiden und Duschen voraussetzen“, heißt es von der Landesregierung. Natur- und Seebäder sind von der Regelung nicht erfasst. Link
Mecklenburg-Vorpommern Freibäder sowie Schwimm- und Badeteiche sind seit dem 25. Mai 2020 unter Auflagen zur Hygiene und Steuerung des Zutritts geöffnet. Schwimmhallen und Spaßbäder bleiben vorerst geschlossen. Link
Niedersachsen Freibäder dürfen seit dem 25. Mai öffnen. Zu den Schwimmhallen gibt es noch keine Information. Link
Hamburg Sommerfreibäder dürfen ab 2. Juni unter Auflagen öffnen. Badbetreiber Bäderland hat die Öffnung der Bäder Aschberg, Marienhöhe, Osdorfer Born, Neugraben und Rahlstedt für den 5. Juni angekündigt. Eintrittskarten müssen online gekauft werden. Link
Bremen Öffentliche und private Freibäder dürfen ab 1. Juni geöffnet werden. Hallenbäder folgen am 1. Juli. Link
Brandenburg Freibäder dürfen ab dem 28. Mai öffnen. Gästezahlen werden an die Größen der Schwimmbecken und Liegeflächen angepasst. Auch Umkleide- und Duschräume dürfen genutzt werden. Ab 13. Juni sollen Hallenbäder unter bestimmten Voraussetzungen für Besucher öffnen dürfen. Link
Sachsen-Anhalt Hallen- und Freibäder öffnen am 28. Mai. Vereinstraining ist dann wieder möglich, aber vorerst keine Wettkämpfe. Link
Berlin Strand- und Freibäder dürfen seit dem 25. Mai öffnen, sofern ein genehmigtes Nutzungs- und Hygienekonzept vorliegt. Vereinstraining ist in diesen Bädern möglich. Einen Öffnungstermin für die Hallenbäder gibt es bisher nicht. Link
NRW In den Freibädern kann seit dem 20. Mai geschwommen werden. Ab dem 30. Mai sind auch Wettkämpfe im Freien möglich. Die Öffnung der Hallenbäder ist ebenfalls für den 30. Mai geplant. Link
Hessen Hallen- und Freibäder öffnen am 1. Juni für den Vereinsbetrieb und die Durchführung von Schwimmkursen. Bis Mitte Juni wird die Landesregierung entscheiden, ab wann wieder alle Bürgerinnen und Bürger – auch in der Freizeit – zum Schwimmen gehen können. Ziel sei es, dass die Bäder und Badeseen für den Publikumsverkehr in diesem Sommer wieder öffnen können. Link
Thüringen Die Freibäder sollen am 1. Juni öffnen dürfen. Zur Nutzung der Schwimmhallen ist bisher nichts bekannt. Link
Sachsen Als erstes Bundesland hat Sachsen am 15. Mai die Freibäder geöffnet. Über die Öffnung der Schwimmhallen wurde noch nicht entschieden. Link
Rheinland-Pfalz Freibäder können mit Auflagen seit dem 27. Mai öffnen. Hallenbäder, Saunen und Wellnessbereiche bleiben geschlossen. Eine Wiedereröffnung ist am 10. Juni mit Auflagen möglich. Link
Bayern Die Öffnung von Freibädern ist für den 8. Juni angekündigt. Das gilt auch für den Außenbereich von Kombi-Bädern. Link
Saarland Über die Öffnung der Bäder wurde noch nicht entschieden. Link
Baden-Württemberg Hallen- und Freibäder dürfen ab dem 2. Juni für Schwimmkurse genutzt werden. Ein Freizeit-Badebetrieb ist zunächst weiter nicht möglich. Link

Falls Ihr einen Fehler in der Tabelle seht, schreibt uns eine Mail an info@swim.de. Vielen Dank!

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Freiwasser | Die Alternative heißt Nordsee

Martin Tschepe schwimmt vor HörnumMartin Tschepe | tri-mag.de

Der Himmel ist tief blau. Es weht allenfalls ein laues Lüftchen aus Westen. So weit das Auge reicht: kaum Wellen. Vom Oststrand in Hörnum aus sind die Sylter Nachbarinseln Amrum und Föhr glasklar zu erkennen. Grandiose Bedingungen für Freiwasserschwimmer – sie sollten halt einigermaßen kältefest sein. Die Nordsee hat derzeit rund zehn Grad. Mit Neoprenanzug ist das Meer aber DIE Alternative.

Viele Bäder in Deutschland sind wegen der Coronakrise nach wie vor geschlossen. Und selbst jene Bäder, die unter ganz speziellen Bedingungen eröffnet wurden, sind nicht unbedingt nach dem Geschmack vieler Schwimmer mit sportlichen Ambitionen. Mitunter ist Überholen nämlich verboten. Man fragt sich: Ist Training in so einem Becken überhaupt möglich? Wohl kaum.

[See image gallery at swim.de]

Beim Atmen das Wahrzeichen im Blick

Fahrt ans Meer! Urlaub im Heimatland ist 2020 ja ohnehin angesagt. An den deutschen Küsten ist jedenfalls jede Menge Platz. Zum Beispiel auf Sylt. Bei der Anreise haben sich die Autos an manchen Tagen zwar mehrere Kilometer weit gestaut. In der Himmelfahrtswoche zumindest haben sich alle Urlauber sehr gut auf der Insel verteilt. In Hörnum herrschte nie Hochbetrieb, ganz im Gegenteil. Am Strand ist jede Menge Platz, und im Meer ist der Schwimmer ohnehin fast allein.

Beim Kraulen in Richtung Südspitze muss ich an diesem Sommertag im Frühling nur aufpassen, dass mir die Stand-up-Paddler nicht in die Quere kommen. Also immer wieder Wasserball-Kraul schwimmen, mit Kopf nach oben und Augen nach vorn. Ein Zug rechts, einer links, einer rechts, einer links. Vom Hauptstand aus kann man etwa einen Kilometer weit schwimmen, dann heißt es umdrehen – denn die Strömung an der Odde, dem äußersten Sylter Südzipfel, ist tückisch.

Prächtige Unterwasserwelt

Über Wasser ist die Sicht sensationell. Beim Atmen nach rechts ist stets das Hörnumer Wahrzeichen im Blick: der rot-weiß gestrichene Leuchtturm, in dem anno dazumal die Grundschule des kleinen Ortes untergebracht war. Und zur Linken sieht der Schwimmer die Adler-Ausflugsschiffe und die Nachbarinseln. Unter Wasser gibt es mehr zu sehen als in allen Freibädern, Seen und Flüssen zusammen: ab und zu kleine Fische, jede Menge Muscheln und Steine, mitunter eine Strandkrabbe, die hektisch mit den Scheren in Richtung Schwimmer zeigt, oder eine Qualle.

Zehn Grad im Wasser und Sonne satt von oben – das ist für einen routinierten Eisschwimmer mollig warm. Alle anderen Krauler sollten auch einigermaßen zurecht kommen mit solchen Bedingungen. Und wenn nicht: wartet noch ein bisschen. Der Sommer steht an, die Nordsee und die Ostsee werden ganz bestimmt bald wärmer.

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Teilnehmer gesucht | Studierende analysieren verändertes Trainingsverhalten

SchwimmenFrank Wechsel / spomedis

Abstandsregeln, Hygienemaßnahmen, abgesagte Wettkämpfe: Zwar öffnen einige Bundesländer nach und nach die Schwimmbäder, an einen regulären Trainingsbetrieb ist aber noch lange nicht zu denken. Welche Auswirkungen die Coronakrise auf das Trainingsverhalten von Schwimmsportlern hat, wollen vier Studierende der Technischen Universität München untersuchen. Die Sportstudenten haben einen Online-Fragebogen entwickelt, an dem sich Schwimmerinnen und Schwimmer aller Alters- und Leistungsklassen anonym beteiligen können. Hier geht es zum Fragebogen.

Die Beantwortung der Fragen dauert keine zehn Minuten. Gefragt wird unter anderem nach den wöchentlichen Trainingsstunden jetzt und zu normalen Zeiten. Auch Alternativsportarten sind ein Thema.

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Bäder in Berlin und Köln öffnen im Mai | Hamburg hofft, München macht weiter dicht

Freibad BerlinBerliner Bäder

Auf der letzten gemeinsamen Konferenz der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel wurde zum Thema Sport Folgendes beschlossen: “Der Sport- und Trainingsbetrieb im Breiten- und Freizeitsport unter freiem Himmel ist wieder erlaubt. Stufenweise soll in den Trainings- und Wettkampfbetrieb wieder eingestiegen werden. Einzelheiten regeln die Länder.”

Für den Schwimmsport bedeutet das:

  • Die Hallen bleiben geschlossen.
  • Freibäder dürfen öffnen.
  • Über die Öffnung entscheiden die Bundesländer.

Mit diesen Vorgaben diskutieren die Verantwortlichen in den Ländern nun, ob, wann und unter welchen Auflagen die Freibäder öffnen können. Dabei kommen bislang sehr unterschiedliche Ergebnisse heraus.

So ist die Lage derzeit (Stand 8. Mai 2020) in den vier Millionenstädten Berlin, Hamburg, München und Köln.

Berlin: Öffnung ist beschlossene Sache

In Berlin ist die Bäder-Öffnung bereits beschlossene Sache. In der Hauptstadt darf vom 25. Mai an wieder in den Freibädern geschwommen werden. Voraussetzung, so heißt es auf berlin.de, der offiziellen Website der Stadt, ist ein Hygieneplan und die Einhaltung der Abstandsregeln. Derzeit arbeitet der Badbetreiber Berliner Bäder mit der Senatsverwaltung an einem Konzept. Darin soll festgelegt werden, viele Menschen sich gleichzeitig auf den jeweilen Bad-Geländen aufhalten dürfen und wie viele Menschen gleichzeitig Baden dürfen. Laut berlin.de wird über die Einführun eines Online-Ticketsystems nachgedacht, um Warteschlangen an der Kasse zu vermeiden.

Köln: Am 20. Mai kann es losgehen

In Köln könnte es bereits ein paar Tage früher losgehen denn in NRW dürfen die Bäder schon ab dem 20. Mai unter Auflagen öffnen. Ausgenommen sind zunächst reine Spaßbäder. Entgegen der Ansage der Bundesregierung, lediglich “Sport unter freiem Himmel” zu gestatten, will die Landesregierung von Armin Laschet auch die Hallenbäder noch Ende des Monats öffnen. Auf der Website der Landesregierung heißt es dazu: “Ab 30. Mai soll die Ausübung von Sportarten auch mit unvermeidbarem Körperkontakt und in geschlossenen Räumen wieder gestattet werden, ebenso der Betrieb in Hallenbädern. Sportliche Wettbewerbe im Kinder-, Jugend- und Amateurbereich sind dann ebenfalls zulässig.”

Hamburg: Es gibt positive Signale

In Hamburg ist noch keine Entscheidung gefallen. Dennoch bereiten sich einige Bäder bereits konkret auf eine Öffnung vor, zum Beispiel indem sie die Becken mit Wasser füllen. Der Sprecher von Badbetreiber Bäderland ist zuversichtlich: “Die Zeichen stehen schon besser als in der vergangenen Woche”, erklärt Michael Dietel. sagte Bäderland-Sprecher Michael Dietel am Mittwoch. Als Termin für den Start in die Freiluftsaison würde sich Bäderland Ende Mai oder Anfang Juni wünschen. “Dann ist auch die Wettersituation zuverlässiger”, so Dietel.

München: Noch keine Entscheidung gefallen

In Bayern und München wurden die landesweiten Ausgangsbeschränkungen abgeschafft und für die nächsten Wochen schrittweise Lockerungen angekündigt. So sollen Zoos und Museen am 11. Mai wieder öffnen dürfen. Von diesem Tag an sind auch Einzelsportarten wie Leichtathletik, Tennis, Golf und Segeln wieder erlaubt. Über die Öffnung der Schwimmbäder ist dagegen noch keine Entscheidung gefallen.

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Wir wollen wieder schwimmen | Die nächste SWIM erscheint am 3. Juni

StartsprungFrank Wechsel / spomedis

Liebe Leserinnen und Leser der Zeitschrift SWIM,

die Corona-Krise beschäftigt die Öffentlichkeit und auch uns Schwimmer jeden Tag. Bund und Länder entscheiden heute zusammen über weitere Öffnungsmaßnahmen, die auch den Sport betreffen. Der Deutsche Schwimmverband hat ein Konzeptpapier vorgelegt, nach dem ein Schwimmtraining bald wieder möglich sein könnte. Ob und wann wir wieder in unsere geliebten Pools springen können, bleibt abzuwarten.

Aktuell sind viele Schwimmbäder geschlossen – und auch viele der Verkaufsstellen der Zeitschrift SWIM, die vor allem an den Kiosken in Bahnhöfen und Flughäfen auslag. Wir haben uns daher entschieden, die Ausgabe SWIM 42, die in diesen Tagen erscheinen sollte, auf den 3. Juni zu verschieben. Es fällt keine Ausgabe aus, die nächste kommt nur ein bisschen später, da eine solche Publikation momentan keinen wirklichen Sinn ergeben würde. Unsere Abonnenten bekommen die nächste Rechnung damit auch einen Monat später.

Auf unserer Website SWIM.DE bleiben wir natürlich aktuell an allen Entwicklungen dran und berichten täglich über die wichtigsten Neuigkeiten rund um unseren Lieblingssport. Und wir hoffen, dass wir bald wieder alle zusammen ins Kühle Nass springen können!

Vielen Dank für euer sportliches Verständnis

Herzliche Grüße aus Hamburg
Frank Wechsel, Herausgeber SWIM

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Jederzeit 2 bis 3 Meter Abstand | DSV entwirft Leitfaden für Vereinstraining

Peter Jacob | tri-mag.de

Die deutschen Spitzensportverbände haben Leitlinien für eine zügige Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs erstellt. Der Deutsche Schwimm-Verband verweist in seinem Leitfaden für den Schwimmsport auf die Stellungnahme des Umweltbundesamtes vom 12. März, wonach Coronaviren in normgerecht gereinigten Schwimmbädern nicht überdauern. Dennoch sollen Maßnahmen getroffen werden, sodass die Sportler jederzeit die geltenden Abstandsregeln einhalten. Diese sehen derzeit an Land mindestens 1,5 Meter Abstand vor. Beim Sporttreiben empfiehlt der DSV aufgrund des Bewegungsradiusses einen größeren Abstand von 3 Metern im Wasser (in sehr leistungshomogenen Gruppen 2 Meter), im Kraftraum und in der Umkleide jeweils 2 Meter. Im Folgenden dokumentieren wir die wichtigsten Maßnahmen.

Regelungen zur Organisation des Trainings

  • Das Training erfolgt auf Doppelbahnen (auf Bahn 1 hin, auf Bahn 2 zurück usw.). Leinen sollen die Einhaltung der Abstände vereinfachen
  • In einem Acht-Bahnen-Pool entstehen so vier Bahnen, in einem Sechs-Bahnen-Pool drei Bahnen
  • Pro Doppelbahn können acht Athleten (25-m-Becken) bzw. 16 Athleten (50-m-Bahn) unter Einhaltung der Abstandsregel von 3 Metern trainieren
  • Bei homogenen Leistungsgruppen mit 2 Metern Abstand finden pro Doppelbahn 12 Sportler (25-m-Becken) bzw. 24 (50-m-Becken) Platz
  • Auch seitlich muss der Abstand jederzeit eingehalten werden
  • Überholen ist nicht möglich
  • Annähern auf einen Abstand von weniger als 3 (bzw. 2) Metern ist untersagt

Weitere Regeln zur Durchführung des Schwimmtrainings

  • Kein Begenungsverkehr auf der Bahn
  • Ansagen in Kleinstgruppen mit maximal 5 Personen (ggf. Megaphone benutzen)
  • Ein- und Ausstieg über Leitern
  • Kopfsprünge nur mit 2 Metern Abstand zu allen Seiten. Keine “Überkopf-Wechsel”, kein Staffeltraining
  • Es darf ausschließlich eigenes Trainingsmaterial (Pull-Buoys, Bretter, Paddles etc.) verwendet werden

Regelungen zur allgemeinen Organisation

  • Trainingspläne werden per Mail verschickt, um Anweisungen vor Ort zu reduzieren
  • Gruppen trainieren in fester Zusammensetzung. Die Namen werden in Teilnehmerlisten erfasst
  • Die Trainingszeiten sind vom Betreten bis zum Verlassen des Schwimmbads exakt zu bestimmen, um Überschneidungen zu verhindern
  • es gilt Maskenpflicht im Kassenbereich
  • das Umziehen erfolgt möglichst in Einzelkabinen oder mit Abstand in Sammelumkleiden
  • Die Zahl der Umkleideschränke soll eingeschränkt werden (z. B. jeden vierten Schrank)
  • Duschen vor dem Training mit Abstand.
  • Duschen und Föhnen nach dem Training zuhause.
  • vor dem Training und beim Wechsel der Trainingsstätte (Schwimmbad, Kraft-, Gymnastikraum) sind die Hände gründlich zu waschen

Wie der DSV schreibt, ist der Leitfaden eine Orientierungshilfe und sollte nicht länger Anwendung finden als die Beschränkungen des Gesetzgebers in den einzelnen Bundesländern. Den kompletten Leitfaden finden Sie hier im PDF-Format.

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Never ending Story | Sun Yang geht in Berufung

Sun YangJo Kleindl

Wer dachte, Sun Yang sei mit der langjährigen Sperre wegen Verstoßes gegen die Anti-Doping-Regularien endgültig weg vom Fenster, irrt. Wie der Sport-Informations-Dienst berichtet, hat der chinesische Schwimmstar offenbar Berufung gegen das Urteil des Internationalen Sportgerichtshofs CAS eingelegt. Das soll eine dem Fall nahestehende Person der Nachrichtenagentur AFP bestätigt haben. Demnach zieht der dreimalige Olympiasieger vor das Schweizer Bundesgericht, um sich gegen die achtjährige Sperre zu wehren, die wohl sein Karriereende bedeuten würde. Der 28-jährige Sun Yang war in dem CAS-Prozess Ende Februar, in dem es um die Zerstörung einer Blutprobe im September 2018 ging, als Wiederholungstäter verurteilt worden.

Laut SID hatte Sun Yangs Anwalt Zhang Qihuai bereits einen Tag nach dem Urteil einen Einspruch angekündigt und diesen mit zahlreichen Fehlern während des CAS-Prozesses begründet. Zitat: “Der 28. Februar war ein dunkler Tag, an dem das Böse über Gerechtigkeit und Macht über die offensichtliche Wahrheit siegten. Der CAS hat auf Vorverurteilungen gehört, war auf einem Auge blind für Regeln und Verfahren und auf dem anderen für Fakten und Beweise und hat Lügen und Falschaussagen akzeptiert.”

Erst vor knapp zwei Wochen hatte es Spekulationen um Sun Yang gegeben, nachdem sein Name auf einer Liste mit Athleten aufgetaucht war, die von April bis Juni zu einem gemeinsamen Trainingslager eingeladen werden sollten. Als verurteilter Dopingsünder darf der Schwimmer während seiner Sperre eigentlich nicht an offiziellen Trainingsmaßnahmen teilnehmen. Kurz nach dem Bericht des “Swimming World Magazine” veröffentlichte der chinesische Verband eine korrigierte Liste, auf der Sun Yangs Name fehlte.

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“Wir brauchen Wettkämpfe” | Kein internationaler Langbahn-Höhepunkt im Jahr 2020

Duna ArenaLEN

Die Schwimm-Europameisterschaften in Budapest sind erneut verschoben worden. Wie die Organisatoren in der ungarischen Hauptstadt mitteilten, werden die Titelkämpfe für Masters und Elite erst im Jahr 2021 stattfinden. Ein genauer Termin soll im November bekannt gegeben werden, wenn der Kongress des Europäischen Schwimmverbands tagt. Wegen der Corona-Pandemie waren die Meisterschaften bereits vom Mai 2020 in den August 2020 verlegt worden. In Ungarn sind bis mindestens Mitte August keine Veranstaltungen mit mehr als 500 Teilnehmern erlaubt.

Durch die EM-Absage für dieses Jahr und die seit längerem bekannte Olympia-Verschiebung steht fest, dass es 2020 keinen internationalen Höhepunkt auf der 50-Meter-Bahn geben wird. Fraglich scheint derzeit auch, ob die Kurzbahn-Weltmeisterschaften in Abu Dhabi (15. bis 20. Dezember) wie geplant ausgetragen werden.

“Wir brauchen Wettkämpfe”

Der Deutsche Schwimm-Verband bringt nun eine nationale Wettkampfserie ins Spiel, um die Athleten motiviert zu halten. “Wir brauchen Wettbewerbe und Herausforderungen”, sagte DSV-Leistungssportdirektor Thomas Kurschilgen. “Wir müssen jetzt noch intensiver über eine nationale Wettkampfserie im letzten Quartal des Jahres mit Deutschen Meisterschaften im Nachwuchs und in der offenen Klasse nachdenken. Voraussetzung ist allerdings ein kompletter Zugang aller Bundeskader zu den Trainingsstätten, um den wir uns weiterhin kontinuierlich bemühen werden.”

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Corona | Online-Petition fordert Öffnung der Bäder zum 29. Mai

StartFrank Wechsel / spomedis

Innerhalb eines Tages haben mehr als 6.000 Menschen eine Petition zur Öffnung der Schwimmbäder am 29. Mai unterschrieben. Die auf der Plattform Openpetition.de veröffentlichte Unterschriftenaktion fordert von der Bundesregierung eine bundesweit einheitliche Regelung zur Wiederinbetriebnahme aller öffentlichen Bäder nach dem Vorbild Österreichs. Dies umfasse Freizeitbäder, Thermen, Kurbäder, Hallenbäder und Freibäder. Initiiert wurde die Petition vom Geschäftsführer der European Waterpark Association Dr. Klaus Batz.

Urlaub falle für viele Menschen dieses Jahr aus, heißt es in der Petition. Schwimmbäder seien daher eine Möglichkeit zur gesundheitsorientierten Freizeitgestaltung. Ein Besuch würde gestresste Familien entlasten. Zudem befürchten die Initiatoren „unkalkulierbar hohen Risiken“, sollte bei geschlossen Bädern das Baden in Seen und Flüssen erlaubt werden. Weder die Einhaltung der Regelungen zur Hygiene noch die Abstandsregeln könnten an offenen Badestellen sichergestellt werden. Hinzu käme eine erhöhte Ertrinkungsgefahr. Während im gesamten Jahr 2019 elf Menschen in öffentlichen Bädern ertrunken seien, waren es allein in der Sommersaison 320, die Seen, Teichen und Flüssen ertranken. Diese Zahlen würden für sich sprechen.

Neben zahlreichen Unterstützern der Petition äußern sich im Pro&Contra-Bereich der Website auch Kritiker. Ein User bemängelt, dass die Bäder bisher kein Konzept zum Schutz vor Corona vorgelegt hätten. Ein anderer hält die Öffnung der Bäder bei gleichzeitiger Absage von Großveranstaltungen für paradox. In beiden Fällen argumentieren Petitions-Unterstützer mit dem Zwei-Stufen-Plan zur Wiederinbetriebnahme, den die European Waterpark Association veröffentlicht hat. Den Plan können Sie in diesem PDF nachlesen.

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